Kunst kaufen - Wie man Fälschungen erkennt!

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Kategorie: (Antiquitäten / Kunst / Sammelobjekte )
19.02.12
ArtIcon Art Bilder / Gemälde
Kunst kaufen - Wie man Fälschungen erkennt!

In Kunstwerke wird manch sehr gerne und viel investiert. Der Markt boomt und dies zieht Betrüger und Fälscher an, die mit den besten Mitteln Kunstwerke fälschen und zu Preisen verkaufen, die den Originalen entsprechen. Damit man nicht auf diese betrügerischen Werke eingeht und solche kauft, sollte man sie, um sicher zu gehen, dass die Neuerwerbung echt ist, einer genauen Untersuchung unterziehen.

Marktsituation und Vorbeugung

Der Kunstmarkt allein in Deutschland ist ein aufblühendes Geschäft, denn hier zu Lande werden jährlich mehr als 2,5 Milliarden Euro umgesetzt. Gemälde, Skulpturen, Antiquitäten oder antike Grabfunde gehen über den Tisch von Christie‘s oder Sotheby‘s. Vor allem Kunstgalerien, Händler oder auch die Plattformen wie Ebay versuchen an diesen attraktiven Geschäften mitzuverdienen. Personen, die sich auf höchstem Maß  auf Kunstfälschungen spezialisiert haben, zieht sie natürlich an. Sie überfluten somit den Markt mit eigenen Gemälden, die von berühmten Künstlern, wie beispielsweise Picasso oder Dali, sehr ähneln. Materialien und Stil, mit denen sie die eigenen Werke herstellen, sind meist nahezu identisch. Diese Kunstfälscher gehen dabei sehr sorgfältig und detailliert vor. Jedes noch so kleine Detail wird nachgeahmt und die Kopie ist dem Original fast so ähnlich, dass es sich vom diesem nicht mehr zu unterscheiden lässt. Früher erforderte es zur Überprüfung der Echtheit eines Werkes nur eines erfahrenen und professionellen Kunsthistorikers, der das Gemälde oder die Skulptur fachkundig „ unter die Lupe“ nahm.

Heute gestalten sich die Untersuchungen etwas komplizierter. Kunstfahnder oder Käufer übergeben zweifelhafte Werke einem speziell dafür fachkundigem Labor, beispielsweise dem des Dörner-Instituts der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Die vermeintlich gefälschten Werke werden hier auf höchstem Niveau und bester Technik, nicht nur kunsthistorisch, sondern auch naturwissenschaftlich untersucht. Dem Institut wird auf diesem Gebiet ein sogar weltweiter guter Ruf zuteil. Als es in dem Jahr 1937 von Max Dörner gegründet wurde, machte man es sich zur Aufgabe, sich mit der Maltechnik der alten Meister zu befassen und Kunstobjekte anhand der verwendeten Technik und Materialien mit physikochemischen Methoden zu untersuchen.

 

Für Objekte wie Gemälde, Skulpturen usw. werden eigentlich immer Materialien aus dieser Zeit verwendet und somit leicht zu erkennen. Fälschungen, die sogar für einen Fachmann oder Experten schwer zu identifizieren sind, sind ausgesprochen selten, denn der Aufwand, den die Fälscher bewerkstelligen müssen, wie alte Materialien zu beschaffen, sie in täuschender Art altern oder sie zumindest so aussehen zu lassen, oder sie mit alten Techniken zu bearbeiten ist einfach zu groß, sodass diese oftmals Fehler in dem nachgeahmten Kunstwerk machen.

Es gibt grundsätzlich vier Ansatzpunkte zur Fälschungserkennung, die von fachkundigen Personen oder Instituten durchgeführt werden:

  1. die Prüfung des Materials durch die chemische Analyse,
  2. die Prüfung der Herstellungstechnik unter dem Mikroskop oder im Röntgenbild,
  3. die Untersuchung von Alterungserscheinungen,
  4. oder die Anwendung von Verfahren der absoluten Altersbestimmung, wie der Radiokarbonmethode, der Thermolumineszenzanalyse

Also bei Verdacht auf eine Fälschung im Bereich der Kunst einen Fachmann fragen und sich beraten lassen oder sie lieber sofort an spezialisierte Instituten bringen und den Fälschungen keine Chance geben!



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